<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
	<channel>
		<atom:link href="https://www.bettelhochzeit.de/blog/x5feed.php" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<title><![CDATA[]]></title>
		<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/</link>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<language>DE</language>
		<lastBuildDate>Sun, 02 Mar 2014 15:02:00 +0100</lastBuildDate>
		<generator>Incomedia WebSite X5 Pro</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[2014 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=2014"><![CDATA[2014]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000016"><div><span class="fs12lh1-5"><b>Heiratszwang auf dem Misthaufen</b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Carolin Nuschler, EZ, 03.03.2014</b></span></div><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5">Emmering
 - Endlich war es soweit, traditionell alle elf Jahre im Fasching: 
Bettelhochzeit in Emmering, oder besser, Ausnahmezustand im 
Landkreis-Süden.</span><br></div><div>Langsam 
tuckerten sie auf ihrem Wagen daher. Ganz eng saßen sie beieinander, 
winkten, hielten Händchen. „Alexandria“ (Alexander Dullinger, 36), und 
„Dofe“ (Christof Huber, 19), das Gaudi-Paar der Emmeringer 
Bettelhochzeit 2014 war auf dem Weg zum großen Misthaufen zwischen 
Emmering und Hirschbichl, hin zu ihrer Trauung.</div><div><br></div><div>Punkt
 13.13 Uhr ging es gestern los: Auf das Hochzeitsauto folgte eine 
Schlange bunter Faschingswagen sämtlicher Vereine und Gruppen aus der 
Gegend, die durch die Menschenmengen rollten. Neben der üppigen 
„Vowandschaft vo Afrika“ in Baströckchen, hatte es auch die „geldige 
Vowandtschaft aus Amerika“ zur Feier geschafft, die mit Dollar um sich 
warf. Dahinter: die in dicke Pelzmäntel gewickelte „Vowandtschaft aus 
dem Osten“. </div><div>Gruselig waren die 
Arbeitskollegen der Braut: schwarz gekleidet mit Horror-Masken und einem
 Sarg im Schlepptau, kamen sie als „Boandlkramer“ daher. Wild ging’s im 
„Stammlokal des Bräutigams“ zu, das ebenfalls beim Umzug mitrollte - ein
 Stripschuppen, mit lauter Musik und blonder, vollbusiger Belegschaft.</div><div><br></div><div>Aktuelle
 Skandale wurden thematisiert, bekannte Persönlichkeiten bekamen ihr 
Fett weg: „Bescheidenheit ist eine Zier, besser lebt man aber ohne ihr“,
 stand auf einem Wagen, besetzt mit Bischof und Gefolge. „Kindersitze in
 jedem Eurofighter“ forderten Jugendliche im Militärsoutfit. Dass man 
nicht einmal ADAC-Engeln trauen kann, hieß es von den „gelben Bengeln“.</div><div><br></div><div>„Jetzt
 kemmans!“ Aufgeregt zeigte ein kleines Mädchen in Richtung 
Hochzeitsauto, das samt Brautpaar am dampfenden und miefenden Misthaufen
 eintrudelte. Jetzt wurde es ernst: Ganz in weiß und mit einem 
bodenlangen Schleier schritt die breitschultrige „Alexandria, eiskoide 
Schuierin, Boandlkramerin von da Hirschau“ zusammen mit ihrem 
schmächtigen „Grispal Dofe, Fleischdantler vo da Bruckhofer Schebabixn“ 
in Zylinder und Frack die Treppe hinauf auf den Misthaufen, wo der 
Standesbeamte „Grazilius Dreihax, von und zu Allrad“ (Pankraz Kraißer) 
bereits wartete. </div><div>Doch schnell 
hatte es sich der Bräutigam anders überlegt: Nach einem Streit zwischen 
ihm, der herrischen Braut und den bissigen Schwiegerleuten wollte er 
„ins Wirtshaus seines Vertrauens“ flüchten. Aber seine grobe Braut war 
schneller. Sie fing ihn wieder ein, schrie „du woaßt, was ich in die 
Finger krieg’, lass ich nie wieder los“, und haute ihm eins mit dem 
Brautstrauß über. Sie schulterte ihren „Dofe“ und trug ihn den 
Misthaufen wieder hinauf. „Ja, guad! I kimm eh net aus“, so „Dofe“. Dann
 wurde gezwungenermaßen doch noch geheiratet.</div><div data-testid="ecr-ticker-teaser" data-id-av="{&quot;sht&quot;:&quot;OnlineStory&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;93332110&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;ecrElementName&quot;:&quot;Teaser&quot;,&quot;ecrPosition&quot;:&quot;IN_ARTICLE&quot;,&quot;ecrType&quot;:&quot;quick&quot;,&quot;ecrLayoutInfo&quot;:&quot;{\&quot;ecrLayout\&quot;:\&quot;TICKER\&quot;,\&quot;ecrHeader\&quot;:\&quot;Meine news\&quot;,\&quot;markedAsRecent\&quot;:false}&quot;,&quot;ecrRecommendationType&quot;:&quot;MOST_VIEWED_IN_CATEGORY&quot;,&quot;ecrRecommendationDetails&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrExperimentId&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrExperimentVariantId&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrTeaserPosition&quot;:&quot;5&quot;,&quot;ecrTeaserType&quot;:&quot;StoryTeaser&quot;}}" data-id-ec="{&quot;sht&quot;:&quot;OnlineStory&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;93332110&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;ecrElementName&quot;:&quot;Teaser&quot;,&quot;ecrPosition&quot;:&quot;IN_ARTICLE&quot;,&quot;ecrType&quot;:&quot;quick&quot;,&quot;ecrLayoutInfo&quot;:&quot;{\&quot;ecrLayout\&quot;:\&quot;TICKER\&quot;,\&quot;ecrHeader\&quot;:\&quot;Meine news\&quot;,\&quot;markedAsRecent\&quot;:false}&quot;,&quot;ecrRecommendationType&quot;:&quot;MOST_VIEWED_IN_CATEGORY&quot;,&quot;ecrRecommendationDetails&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrExperimentId&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrExperimentVariantId&quot;:&quot;&quot;,&quot;ecrTeaserPosition&quot;:&quot;5&quot;,&quot;ecrTeaserType&quot;:&quot;StoryTeaser&quot;}}" data-id-em="1" data-id-am="1"><div></div><div></div><div></div><div></div><div></div></div><div>Bei saurem Lüngerl und eigens für die Bettelhochzeit kreiertem Bier und Sekt dauerte die Gaudi bis in die Nacht. </div><div><em>Carolin Nuscheler</em></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Mar 2014 14:02:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/0062003_thumb.jpg" length="175215" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-2014</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000016</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[2003 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=2003"><![CDATA[2003]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000017"><div><span class="fs12lh1-5"><b>Hochzeit - </b></span><b class="fs12lh1-5">Flucht zwecklos</b></div><div><span style="font-weight: 700;">mm- Ebersberger Zeitung 03.03.2003<br></span><br>"Ja-<wbr>Wort" im Sonnenschein<br><br>VON ROBERT LANGER Emmering -<wbr>
 "Jetzt g`hört er da Katz." Kurz nach 3 Uhr war es gestern um den armen 
Seppei geschehen. Er hatte "Ja" gesagt, bei der Emmeringer 
Bettelhochzeit. Alle Fluchtversuche waren zuvor vereitelt worden.<br><br>Bei
 strahlendem Sonnenschein hatte sich das Brautpaar auf den Weg durch 
Emmering und Hirschbichl gemacht, standesgemäß im Cabrio mit röhrendem 
Auspuff. Begleitet wurde der Hochzeitszug von jeder Menge Verwandschaft 
in ihren eigenen Wagen. Da wurde auch auf einige eher peinliche 
Begebenheiten hingewiesen, wie die unehelichen Kinder des Bräutigams, 
für die er keine Alimente zahlt. Warum die alle aus Jakobneuharting 
kommen sollen, blieb jedoch ungeklärt. Und auch das unkeusche Vorleben 
der "Nicht-<wbr>mehr-<wbr>ganz-<wbr>Jungfrau" Johannita Glousetta wurde 
dokumentiert. Gute Freunde warnten den Bräutigam vor den Einschränkungen
 des Ehelebens. Alles nutzte nichts.<br><br>Gut eineinhalb Stunden war 
der Zug mit den vielen Motivwagen unterwegs. Dazwischen immer wieder 
kleinere Gruppen. So die tieftraurigen Aktiven vom Strickclub "Heiße 
Nadel", die Seppei als Mitglied verloren. Ob die Braut in ihrer Jugend 
bei den gut gepolsterten Aerobic-<wbr>Damen mitmachte, blieb ebenfalls ein Rätsel.<br><br>Auf
 dem kunstvoll aufgeschichteten, riesigen Misthaufen zwischen Emmering 
und Hirschbichl traf sich die ganze bucklige Verwandschaft zur 
Hochzeitsfeier. Ein Notarius war extra aus der Kreisstadt Ebersberg 
bestellt worden. Als Beamter klärte er dann zunächst die Braut über ihre
 Pflichten auf. Der künftige Ehemann muss morgens geweckt, anschließend 
mit Cichore-<wbr>Brühe, später mit Brennsuppn und Schwarzwurzelgemüse 
bewirtet werden. Und am Abend ist es eine Pflicht der Ehefrau, das Bett 
vorzuwärmen.<br><br>Da wurde es dem Seppei doch etwas unheimlich. Erst 
startete er einen Fluchtversuch vom Misthaufen, wurde aber wieder 
zurückgezogen. Bei der entscheidenden Frage des Beamten kam ein 
trotziges "Nein". Denn offenbar hatte es die Braut mit der Treue auch 
vor der Hochzeit nicht ganz so ernst genommen. Als dem Seppei aber 
versprochen wurde, dass er weiter mit der Modelleisenbahn seines Vaters 
spielen darf und er obendrein auch noch eine neue Lok bekommt, willigte 
er immer noch etwas widerstrebend ein.<br><br>mm -<wbr> Ebersberger Zeitung<br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Mar 2003 17:44:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/Bier_grau_oh_thumb.jpg" length="48250" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?2003-bettelhochzeit</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000017</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1992 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1992"><![CDATA[1992]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000015"><div><hr><div class="imTACenter"><span class="cb1"><a href="https://www.bettelhochzeit.de/files/00Bettelhochzeit-1992-Bilder-beschrieben_klein.pdf" target="_blank" class="imCssLink inline-block"><img class="image-0" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/PDF-Icon-klein_qicjxvi5.png"  title="" alt="" width="43" height="42" /></a></span><span class="fs12lh1-5"><span class="cb1">(4,8 MB) Historischer Rückblick - Zusammengestellt von Pankraz Spötzl</span></span></div><hr></div><b><div><b><br></b></div>Hoch lebe das Bettelpaar: Fahrschuilina Steigaufbrems vo da Stinkgrobnseit'nund Kasmax vo da Hintaorschau</b><div><span style="font-weight: 700;">Walter Czermak, EZ<br></span><br>Strahlender Himmel bei Hochzeit auf dem Misthaufen<br><br>Es &nbsp;gibt keine Zweifel: Von den insgesamt fünf Bettelhochzeiten, die &nbsp;bislang von den Emmeringern Ortsvereinen auf die Beine gestellt wurden, &nbsp;war die jüngst die größte, originellste und aufwendigste; ein wahrhaft &nbsp;gut gelungenes, einmaliges Faschingsspektakel mit Format, von dem man &nbsp;mit Sicherheit weit und breit noch lange sprechen wird. Wie man erfahren &nbsp;konnte, soll die Gaudi ja sogar ganz eingefleischte Faschingsmuffel aus &nbsp;ihren Verstecken gelockt haben. <br>Bereits um die Mittagszeit sah und &nbsp;hörte man verschiedene motorisierte Fahrzeuge, von denen man nicht immer &nbsp;gleich sagen konnte, aus welcher Bastelwerkstatt sie kamen, bei ihren &nbsp;Probefahren“ durch den Ort rattern. Dann wurde Emmering von den &nbsp;Ordnungsleuten der Feuerwehrpolizei“ für den normalen Durchgangsverkehr &nbsp;gesperrt, und unter der Aufsicht von Obergschaftlhuawa Schorsch vo da &nbsp;Hirschbichler Unfallkurvnseitn so nach und nach mit der Aufstellung des &nbsp;Hochzeitszuges begonnen; aber wegen der unheimlich vielen Fahrzeuge &nbsp;aller Art – es waren allein 40 große Faschingswägen – zog sich die Sache &nbsp;natürlich in die Länge. &nbsp;<br><br>Bevor die Fahre der vielen Vehikel den &nbsp;ersten Gang einlegen konnten und sich auch die Massen des narrischen &nbsp;Fußvolks in Richtung Hirschbichl in Bewegung setzten, verging schon eine &nbsp;gewisse zeit, und die vielen Zuschauer an den Straßenrändern im &nbsp;Ortsbereich von Emmering hatten genügend Gelegenheit, sich die &nbsp;humorvollen Aufschriften und Darstellungen auf den Wägen in aller &nbsp;Gemütsruhe zu betrachten. Der Einfallsreichtum war einfach toll.<br><br>Natürlich &nbsp;war nicht alles, was in dem rund einen Kilometer langen Gaudiwurm &nbsp;mitfuhr oder –lief, auf die Bettelhochzeit bezogen; auf vielen Wägen &nbsp;nahm man freilich auch, wie sich das im Fasching gehört, &nbsp;kommunalpolitische Probleme sowie andere Dinge, die das Volk bewegen, &nbsp;auf die Schippe oder die Vereine zogen ihre eigenen Angelegenheiten mal &nbsp;so richtig durch den Kakao, so dass groß und klein wieder einmal so &nbsp;recht von Herzen lachen konnte. <br><br>Alle waren jedenfalls mit Lust &nbsp;und Liebe bei der Sache, und bei dem wunderschönen, warmen &nbsp;vorfrühlingshaften Wetter lachte auch die Sonne mit aller Kraft auf das &nbsp;närrische Volk herunter, das aus allen Himmelsrichtungen herbeigeströmt &nbsp;war, um das große Faschingstheater mitzuerleben.<br><br>Draußen auf dem &nbsp;sonnenüberstrahlten Doktoranger“ zwischen Emmering und Gichtbichl“, wie &nbsp;auf dem ungeänderten Ortsschild stand, war dann bei der Trauung des &nbsp;Bettelhochzeitspaares Kasmax Fuizlaus vo da Hintaorschau“ (Max Keil) und &nbsp;Fahrschulina Steigaufbrems vo da Stinkgrobnseitn“ (Klaus Schmid) &nbsp;natürlich der Teufel los. Alle machten ihre Sache ausgezeichnet und die &nbsp;weit über 6000 Schaulustigen jeden Alters gingen bei der humorvollen &nbsp;Zeremonie, die sich auf einem über zwei Meter hohen Misthaufen &nbsp;abspielte.<br><br>Anschließend kroch der lange Gaudiwurm dann nach &nbsp;Bruckhof hinüber. Voran wieder die Emmeringer Blaskapelle, die &nbsp;gelegentlich auch Walzer-<wbr> oder Schunkelliede spielte und auf die &nbsp;Wagenkolonne warten musste. Bei der Hochzeitsfeier im Saal des &nbsp;Gasthauses Brunner ging`s auch entsprechend feierlich“ zu, aber Wast &nbsp;Friesinger, de offizielle Hochzeitslader aus Albaching und das &nbsp;Bedienungspersonal wurden der verrückten Hochzeitsgesellschaft bald &nbsp;Herr. Dass die Hochzeitsgäste zusammen mit den Neuvermählten diesmal &nbsp;besonders lange aushielten, war den Veranstaltern und den Wirtsleuten &nbsp;natürlich recht. Und noch eines: Hoch lebe das edle Brautpaar (bis zur &nbsp;Scheidung in elf Jahren). Walter Czermak, EZ</div><div><br></div><div><hr><br></div><div><b>Schmatz fürs Leben auf dem Misthaufen</b></div><div><span style="font-weight: 700;">Andrea Mayerhöfer, SZ EBE<br></span><br>Jetzt &nbsp;sog sch endlich ja“. Die Aufforderung des ungeduldigen Standesbeamten &nbsp;hilft erst einmal gar nichts. Bräutigam Kasmax Fuizlaus vo da &nbsp;Hinterorschau“ ziert sich gewaltig. Da muss ihn schon die edle Braut &nbsp;Fahrschulina Steigaufbrems vo da Stinkgramseitn“ mit einem Schnaps &nbsp;bestechen. Endlich können die mehreren Tausend Hochzeitsgäste auf der &nbsp;Emmeringer Wiese Zeuge werden, wie die beiden den Ehebund schließen. &nbsp;Dass der mit Sicherheit aber nicht fürs Leben hält, davon war gestern &nbsp;schon um Punkt 13.33 Uhr beim Standesamts Termin auf dem Misthaufen &nbsp;jeder Hochzeitsgast überzeugt.<br><br>Was aber machte die Zuschauer so &nbsp;sicher? Dass sich ein Bräutigam vor der Eheschließung noch einmal &nbsp;kräftig bitten lässt, soll öfters vorkommen. Und auch die optische &nbsp;Stimmigkeit oder Disharmonie eines Brautpaares wird schon längst nicht &nbsp;mehr als Garant ewigen Glücks oder Desasters angesehen. Zugegebenermaßen &nbsp;gab das edle Pärchen wahrlich keine Augenweide ab: Der gute Kasmax &nbsp;reichte seiner Holden gerade bis zur Brust, die selbige laufend unter &nbsp;ihrem spitzenbesetzten Kleid der Marke Vorhang zurechtzurücken suchte. &nbsp;Beim Hochzeitskuss musste der kurzgeratene Bräutigam gar eine Leiter zu &nbsp;Hilfe nehmen, um seiner Frischangetrauten, die vorher noch schnell ihren &nbsp;Zigarillorauch weggeblasen hatte, den Schmatz aufzudrücken. aber wie &nbsp;gesagt, auch das war nicht der Grund für die Unkenrufe. doch auch Maria &nbsp;Eigelb“, die Taufpatin der Braut, und Katinka Zickzack“, die Schneiderin &nbsp;de schicken Hochzeitsgewänder, schüttelten unentwegt missbilligend ihre &nbsp;Köpfe, als die Trauungszeremonie bei strahlenden Sonnenschein von &nbsp;statten ging. Na, na des wird nix“ wussten sie. Er is hübsch noadig“, &nbsp;sprachen sie Kasmaxens bescheidene“ finanzielle Verhältnisse an, um noch &nbsp;einmal hinzuzufügen: Des ko gar nix wern“.<br><br>So viel ist sicher: &nbsp;Die beiden Grantlerinnen werden wie die anderen Hochzeitsgäste recht &nbsp;behalten. In elf Jahren wird das traute Paar wieder geschieden. So will &nbsp;es der oberbayerische Brauch der Bettelhochzeit als beliebtes &nbsp;Faschingsspektakel. Wahrscheinlich – so genau wusste es keiner von den &nbsp;Organisatoren, sämtliche Verein um und in Emmering – gehr der Brauch auf &nbsp;Bettelhochzeiten des Mittelalters zurück, als für arme Paare gesammelt &nbsp;wurde, damit auch sie feierlich vor den Traualtar schreiten können.<br><br>Feierlich &nbsp;war das Spektakel in der Tat. Der Gaudiwurm, angeführt von der &nbsp;Hochzeitskutsche, zählte mehr als vierzig Wagen. Da wurde das Brautpaar &nbsp;von der buckladn Vowandschaft“ ebenso zum Misthaufen begleitet wie vom &nbsp;Jungfrauenverein, seinen unehelichen Kindern, der Vowandschaft aus dem &nbsp;Senegal oder den Bierolypics. Wichtigste Utensilien der zahlreichen &nbsp;Gefolgschaft, o im Traktor, Anhänger, Kadettilac“ oder Kinderwagen, &nbsp;waren Wasserspritze, Konfetti und Sägemehl. Die Schaulustigen wurden &nbsp;nicht verschont, die von der deftigen Gaudi sichtlich begeistert waren. &nbsp;Auf der großen Wiese vor Hirschbichl traten sie sich auf die Zehen, um &nbsp;einen Blick vom schönen Brautpaar zu erhaschen. Der Verkehr um Emmering &nbsp;war derweil lahmgelegt. &nbsp;Umleitungs-<wbr> und Hinweisschilder an &nbsp;sämtlichen Ortszufahrten zeigten den Unwissenden das Großereignis an, &nbsp;für das rund 5000 Besucher angereist waren. die Emmeringer selbst waren &nbsp;schon seit den Morgenstunden auf den Beinen. Denn wie es bei einer &nbsp;richtigen Trauung hierzulande üblich ist, dürfen die Hochzeitslader &nbsp;nicht fehlen. Die warteten schon seit vier Uhr morgens ihres Amts und &nbsp;luden zu der prunkvollen“ Armentrauung ein. Freilich fanden beim &nbsp;Hochzeitsmahl beim Brunner-<wbr>Wirt“ nicht alle Besucher einen Platz. &nbsp;Wer aber nicht gerade Freund von Innereien ist, konnte sich trösten. &nbsp;Stilgerecht wurde Lüngerl kredenzt. (Andrea Mayerhöfer, SZ EBE)<br></div><div><br></div><div><hr><br></div><div><b>Hozatloderspruch 1992</b><br><br>Nun stehen wir hier vor diesem Haus,<br>und richten eng vom Brautpaar an scheen gruaß aus.<br><br>Tausend schlappramend voll hoffn,<br>in die Ehe habn sich verschloffn,<br>da Kas Max Fuizlaus von da hintern Orsch-<wbr>Au,<br>und de edle Jungfrau Fahrschuilina von da Stinkgrobnseitn,<br>werd sei Frau<br><br>Da Kas Max is a brava Mo,<br>duad sauffa wos er ko.<br>De edle Jungfrau Fahrschuilina is a himme lange Stangga,<br>verschlugd an Zwetschkern und dann moansd sie is schwangga.<br><br>Eahna Hozat is a Witz, aussa Fuizleis ham se nix.<br>Zam kemma damma am 1. März,<br>wo se de zwoa mit großen Schmerz,<br>am gräßtn Misthauffa zwischn Emmering und Hirschbiche,<br>mit vui Schimpf und Schand, dann zamraffa.<br><br>Is de feierliche Trauung dann vobei,<br>schlogd da Hozatzug den Weg noch Bruckhof ei.<br><br>Do weard uns dann a guads Moi aufdischt,<br>do mua a jeda schaun dad a wos dawischt.<br><br>Es gibt a ganz guade Speis,<br>a Lüngerl mit Gnell und bachane Meis,<br>und duad oan s`Essen gar fest stingga,<br>na ko ea no den oidn Aua Blemmbe dringa.<br><br>So liabe Leid, jetz hamma eng in Bettelhozat eiglodn,<br>und a Festzeicha füa zwoa Mark kenz a glei hobn,<br>und daz es oi schee maskian,<br>dann brauchts koa Veitagwand ned aussa ziang.<br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 Mar 1992 13:43:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/Bier_grau_oh_thumb.jpg" length="48250" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-1992</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000015</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1991 Scheidung]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1991_Scheidung"><![CDATA[1991 Scheidung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000014"><div class="imTACenter">hinten: Köllmeier Gisela, Karl Ludwig, &nbsp;Kraiser Annemarie, Eichner Sepp, Rieder Georg, Bayer Thomas, Huber &nbsp;Martin, Kiermeier Andreas, Marx Peter, Kirchlechner Martin<br><br>sitzend: &nbsp;Zacherl Marlies, Bayer Anneliese, Czermak Martha, Meilinger Peter &nbsp;(Bräutigam Pätersilius vo da Pfaffenbachseitn), Sedlmeier Therese, Marx &nbsp;Sepp (Braut Seferl vo da Hofbergseitn), Fent Peter<br><br>Des Buidl is am 11.11.1991 bei da Scheidung aufgnomma worn.</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 11 Nov 1991 09:37:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/scheindung1980_small_thumb.jpg" length="25036" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?scheidung-1991</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000014</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1980 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1980"><![CDATA[1980]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000013"><div><hr><div class="imTACenter"><span class="cb1"><a href="https://www.bettelhochzeit.de/files/00Bettelhochzeit-1980-Bilder-beschrieben_klein.pdf" target="_blank" class="imCssLink inline-block"><img class="image-6" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/PDF-Icon-klein_qicjxvi5.png"  title="" alt="" width="43" height="42" /></a></span><span class="fs12lh1-5"><span class="cb1">(4,8 MB) Historischer Rückblick - Zusammengestellt von Pankraz Spötzl</span></span></div><hr></div><div><span class="fs12lh1-5"><b><br></b></span></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Reiner Pletter, SZ EBE</b></span></div>Hoch lebe das Bettelpaar: Sefferl vo da Hofburgleit'n und Petersilus vo da Pfaffnbachseit'n<br><br>Das Ja-<wbr>Wort auf dem Misthaufen &nbsp;<br><br>Am &nbsp;morgigen Sonntag, den 10.2.1980, haben die Emmeringer nach &nbsp;zwölfjähriger Pause wieder die Faschingspflicht, bei einer &nbsp;Bettelhochzeit ein neues Paar ihren ehelichen Pflichten zuzuführen. Dies &nbsp;wurde notwendig, nachdem die Ehe zwischen Naziliki von der Hirschau und &nbsp;seiner um einen Kopf größeren Gemahlin Borisiana von der Hofburg am &nbsp;11.11. des letzten Jahres geschieden werden musste. Zu dieser traurigen &nbsp;Zerrüttung einer anfangs vorbildlich geführten Gemeinschaft war es &nbsp;gekommen, da sich beide später eine Fülle von skandalösen &nbsp;Eheverfehlungen zuschulden kommen ließen. Das Ende der einstmals großen &nbsp;Liebe bedeutete dann – wie die Scheidungsverhandlung ergab – ein &nbsp;läppisches“ Verhältnis, das Naziliki endgültig vor den Scheidungskadi &nbsp;trieb. Die Hochzeitslader Johann Oeckl und Peter Gschwendtner hoffen &nbsp;nun, dass sich die neue Braut Sefferl von der Hofburgleit’n nicht &nbsp;ebenfalls als üble Xanthippe erweist. Ihrem Bräutigam Petersilius von &nbsp;der Pfaffenbachseit’n wird jedenfalls nachgesagt, das er trotz seiner &nbsp;schmächtigen Figur über genügend Standvermögen verfügt, um sich gegen &nbsp;seine übermächtige Gattin in spe durchzusetzen.<br><br>Das traditionelle &nbsp;Faschingsspektakel der Emmeringer beginnt am morgigen Sonntag, um 13.13 &nbsp;Uhr mit dem Bettelzug. Danach werden sich die beiden Heiratskandidaten &nbsp;auf dem größten Misthaufen der Gemeinde zwischen Emmering und &nbsp;Hirschbichl wohl oder übel das Ja-<wbr>Wort geben müssen. Geschmückte &nbsp;Wagen stehen bereits bereit, um Braut und Bräutigam unter den Klängen &nbsp;der Emmeringer Blasmusik standesgemäß zum Misthaufen zu chauffieren. Vor &nbsp;der Trauung findet noch ein Jungherrenlauf – ein Hindernisrennen für &nbsp;junge Burschen – statt, dessen Gewinn als Kranzeljungherr der Braut den &nbsp;Schleier tragen darf. <br><br>Nach &nbsp;den Feierlichkeiten geht es in den Gasthof Bichler“ zum Bettelmahl, wo &nbsp;das traditionelle saure Lüngerl mit Semmelknödel geeicht wird. Die &nbsp;veranstaltenden Vereine aus Emmering hoffen, dass dieser Eheschließung &nbsp;viele Gäste als Zeugen beiwohnen. Dem Brautpaar Naziliki und Borisiana &nbsp;drückten vor zwölf Jahren immerhin 2000 Hochzeitsgäste die Daumen. Dass &nbsp;es nichts genutzt hat, steht auf einem anderen Blatt.<div><br></div><div class="imTACenter"><img class="image-0" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/bettlpaar_1-80_small_rqvd0ohl.jpg"  title="" alt="" width="220" height="168" /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<img class="image-1" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/bettlpaar_3-80_small.jpg"  title="" alt="" width="241" height="183" /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;<img class="image-2" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/spaten_spezial_80_small.jpg"  title="" alt="" width="132" height="177" /><br></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5"><b>Reiner Pletter, SZ EBE</b></span></div><div class="imTALeft">Die Braut brachte außer 11 Kinder nichts in die Ehe mit<br><br>Der Mann versprach, sie gelegentlich mit dem Besen abzustauben/Panzerrohr zielte Richtung Aßling<br><br>Die &nbsp;Braut qualmte Stumpen, strich sich erwartungsfroh über den unverkennbar &nbsp;schwangeren Bauch, zupfte lässig an ihrem Mieder und schluckte sichtbar &nbsp;routiniert den Gerstensaft aus der Flasche. Dabei brachte sie es noch &nbsp;fertig, mit dem kräftigen, von weißer Seide umhüllten linken Arm ihren &nbsp;befrackten, von der Großartigkeit des Augenblicks sichtlich mitgenommen &nbsp;Bräutigam aufzurichten, der – knapp die Hälfte ihres Gewichts – auf der &nbsp;Hochzeitskutsche immer wieder in sich zusammenzusinken drohte.<br><br>Rund &nbsp;5000 Gäste – nach abschließender Zählung – hatten sich am Sonntag in &nbsp;Emmering eingefunden, um der Bettelhochzeit zwischen Sefferl von der &nbsp;Hofburgleit’n (Josef Kiermeier) und ihrem um zwei Köpfe kleineren Gspusi &nbsp;Petersilius von der Pfaffenbachseit’n (Peter Meilinger) den gebührenden &nbsp;Rahmen zu verleihen. Warf man einen Blick auf die Nummernschilder der &nbsp;Autos, wurde klar, dass diese Vermählung überregionales Interesse &nbsp;erweckt hatte. Münchner und Rosenheimer waren ebenso vertreten wie die &nbsp;Narren aus dem Landkreis.<br><br>Was Junggesellen sagen<br><br>Über eine &nbsp;so lebensentscheidende Frage wie die de Eheschließung wurde gerade zu &nbsp;Nichtfaschingszeiten vor allem von Junggesellen übles geäußert. Der &nbsp;Königsberger Philosoph Immanuel Kant, der diesen Schritt ein Leben lang &nbsp;zu umgehen wusste, meinte, die Ehe sei nichts anderes als ein Vertrag &nbsp;zum gegenseitigen Gebrauch (oder Missbrauch) zweier Personen. Dass das &nbsp;Nordlicht damit nicht so unrecht hatte, mussten die Emmeringer bei ihrem &nbsp;letzten Bettelpaar feststellen. Diese musste geschieden werden, wie die &nbsp;Gattin Borsiana von der Hofburg ihrem Ehemann Nazliki von der Hirschau &nbsp;nicht einmal mehr dies zugestand. Vielmehr ließ sie ihre Pflichten unter &nbsp;skandalösen Umständen auswärts über sich ergehen.<br><br>Damit &nbsp;derartiges nicht mehr vorkommt, hatten sich die Emmeringer bereits bei &nbsp;den Vorbereitungen der diesjährigen Festlichkeiten alle Mühe gegeben. &nbsp;Mit Petersilius glaubte man, trotz seiner schmächtigen Figur, einen &nbsp;Gemahl mit dem notwendigen Durchsetzungsvermögen gefunden zu haben. Dass &nbsp;er dies bebrauchen wird, soll die Ehe auf einer gedeihlichen &nbsp;Vertrauensbasis geführt werden, steht wohl außer Zweifel. Immerhin &nbsp;brachte seine Braut elf putzige Kindlein mit in die Ehe ein. Dazu &nbsp;ergänzte sie den Hausstand noch mit einem klapprigen Schrank, einem &nbsp;Besen und einem Nachttopf.<br><br>Rindviecher suchten das Weite<br><br>Pünktlich &nbsp;um 13:13 Uhr begann der Hochzeitszug unter den Klängen der Emmeringer &nbsp;Blasmusiker, unter die sich zu diesem Ereignis Scheide und andere Exoten &nbsp;gemischt hatten. Auf dem Brautwagen herrschte gediegenes schwarz-<wbr>weiß vor, an diesem Tag ein wahrlich schöner Kontrast zu einem bilderbuchmäßigen weiß-<wbr>blauen &nbsp;Himmel. Hoffentlich kein böses Omen: Als die Karosse eine Weide an der &nbsp;Hauptstraße passierte, suchten die Rindviecher schlagartig das Weite und &nbsp;beglotzten aus sicherer Entfernung ungläubig staunend das Geschehen.<br><br>Ein &nbsp;bedauerlicher Zwischenfall verzögerte leider den Vollzug der &nbsp;Eheschließung, der auf einem Misthaufen von beträchtlichen Ausmaßen &nbsp;zwischen Emmering und Hirschbichl stattfinden sollte. Ein auf einem &nbsp;Erste-<wbr>Hilfe-<wbr>Wagen behandelter Patient verstarb“ &nbsp;zwischenzeitlich und musste in einer Blitzaktion eingesargt werden. &nbsp;Ansonsten sorgte jedoch ein Gemeindegrenzschutzkommando mit einem Panzer &nbsp;für die Sicherheit der Teilnehmer. Dessen Rohr zielte meistens in die &nbsp;Richtung der Klau-<wbr>Gemeinde“ Aßling, von der die Emmeringer neben &nbsp;dem Verlust der Selbständigkeit offenbar auch noch die Entführung ihres &nbsp;Brautpaares befürchteten. Bürgermeister Lebmeier meinte jedoch, dass &nbsp;dieses Paar der Nachbargemeinde eher zur Zierde gereiche.<br><br>Dann &nbsp;war es aber doch so weit. Ein bleicher, schlotternder Petersilius wurde &nbsp;unter gütiger Mithilfe seiner frohgestimmten Sefferl auf den Misthaufen &nbsp;schubst, auf dem die Hochzeitsstifter ein Podest mit Birkenholzgeländer – &nbsp;einem Schafott nicht unähnlich – aufgebaut hatten. Die Blaskapelle &nbsp;intonierte dazu den Weltverdruss“ (bin a verlassenes Kind, so wia der &nbsp;Almenwind), eine Weise, die der Getragenheit des Augenblicks nicht &nbsp;richtig gerecht wurde.<br><br>Sefferl nimmt die letzten kosmetischen &nbsp;Korrekturen vor, der Panzer und alle weiteren Fahrzeuge des &nbsp;Hochzeitszuges veranstalten ein ohrenbetäubendes Geknatter. Größere &nbsp;Schwierigkeiten entsehen, als Petersilius seiner hochschwangeren Gattin &nbsp;in spe das letzte uneheliche Busserl verabreichen will. Eine eilends &nbsp;herbeigeschaffene Leiter lässt dann diese Liebesbezeugung schließlich &nbsp;zu. Dass Sefferl ein hochanständiger Gemahl zuteil wurde, mag dies &nbsp;veranschaulichen: Mit deren Leibesfülle konfrontiert, versichert &nbsp;Petersilius glaubhaft: I wars ned“.<br><br>Vor dem Ja-<wbr>Wort werden die Besenbinder und die Hühner-<wbr> und Kuhmagd vom Standesbeamten mit den Aufgaben vertraut gemacht, die nun auf ihrem gemeinsamen auf sie zukommen werden.<br><br>So &nbsp;wird Petersilius dazu verpflichtet, sein Weib gelegentlich zu waschen &nbsp;und zu kampeln, mit dem Besen abzustauben und zum Trocknen an den Haaren &nbsp;aufzuhängen. Einen letzten Ausreißversuch unternimmt der kleine Mann &nbsp;bei der Bekanntgabe des Standesbeamten, dass jeder Rausch ab jetzt mit &nbsp;dem Wurf eines gefüllten Nachttopfes an sein Haupt geahndet werden soll. &nbsp;Sehr missfällt ihm auch, dass er dem wegen der verbürgten Sefferlschen &nbsp;Fruchtbarkeit zu erwartenden Nachwuchs den Verzehr schwarz &nbsp;geschlachteten Viecher verbieten soll.<br><br>Nun, Sefferl zerstört die &nbsp;Renitenz des davoneilenden, in dem sie ihn am Hosenboden fasst und ihm &nbsp;des Eheversprechen kurzerhand aus der Kehle quetscht. Wes Wunder, dass &nbsp;nach dieser schlichten, aber dennoch ergreifenden Zeremonie 14 Zentner &nbsp;Lüngerl und 1000 Knödel unter Pappnasen und durch Masken hindurch den &nbsp;Weg ihrer Bestimmung gehen mussten.<br><br>Es bleibt zu hoffen, dass dem &nbsp;Emmeringer Faschingspaar die leidvollen Erfahrungen ihrer Vorgänger &nbsp;erspart bleiben. An Petersilius wird es bestimmt nicht liegen. Seine &nbsp;Mutter versprach, ihn am selben Abend noch darüber aufzuklären, was ihm &nbsp;eigentlich bevorstehe. Ob dies noch geschah, scheint wegen des späteren &nbsp;Zustands aller Beteiligten zweifelhaft. &nbsp;&nbsp;<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Reiner &nbsp;Pletter, SZ EBE<br></div><div class="imTALeft"><br></div><div class="imTACenter"><img class="image-3" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/festwogn_3-80_small.jpg"  title="" alt="" width="205" height="157" /> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<img class="image-4" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/festwogn_2-80_small.jpg"  title="" alt="" width="117" height="158" /><br></div><div class="imTACenter"><br></div><div class="imTACenter"><hr><br></div><div class="imTACenter"><img class="image-5" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/hozatloder_80_small.jpg"  title="" alt="" width="149" height="199" /><br></div><div class="imTACenter">Da Schmid Hans war 1980 ois Hozatloder untawegs</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 10 Feb 1980 09:30:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/bettlpaar_3-80_small_thumb.jpg" length="10538" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-1980</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000013</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1979 Scheidung]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1979_-_Scheidung"><![CDATA[1979 - Scheidung]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000E"><b>Scheidung der Bettelhochzeit 1968 am 11.11.1979, SZ EBE</b><br><br>Am 11.11 um 11:11 Uhr<br><br>begann
 wie jedes Jahr die neue Faschingssaison. Viele haben es vielleicht gar 
nicht gemerkt. In Schalldorf allerdings konnte jeder der an der 
Gastwirtschaft Stechl vorbei ging, den Auftakt zum närrischen Treiben 
nicht überhören. Drinnen wurde gestritten und gelacht, dass man förmlich
 Angst haben musste, es drückt die Mauern nach draußen. Vor elf Jahren 
hatte Naziliki von der Hirschau seine um einen Kopf größere Borisiana 
von der Hofburg geheiratet.<br><br>Jetzt standen bei vor Gericht (Walter
 Czermak als Staatsanwalt und Johann Gambos als Richter), um die 
Scheidung zu erreichen. Beide Eheleute hatten sich eine Fülle von 
Eheverfehlungen zuschulden kommen lassen. Borisiana soll sogar ein 
läppisches“ (sprich: lesbisches) Verhältnis mit der Zeugin (Kathi Karl) 
gehabt haben, an der sogar Wachtmeister (Johann Egger) eine unsittliche 
Amtshandlung vornimmt.<br><br>Die Zuschauer im überfüllten Stechl-<wbr>Saal
 hatten ihre Freude am Spiel aller (in weiteren Rollen: Martha Czermak, 
Franz Brunner, Martin Kirchlechner und Herbert Rott) und jetzt freut man
 sich schon auf die neue Bettelhochzeit, die am 10.2.1980 Höhepunkt der 
Faschingssaison werden soll.<div><br></div><div><hr><div><br></div><div><span class="fs12lh1-5"><b>Dem Ehemann a blau’s Aug’“ geschlagen &nbsp;EZ</b></span><br><br>Pünktlich um 11.11 Uhr betrat das hohe Gericht“ unter den Klängen der Amtsgericht-<wbr>Polka“, gespielt von der Emmering Junioren-<wbr>Blaskapelle,
 die zum Gerichtssaal umfunktionierte Stube der Gastwirtschaft Stechl in
 Schalldorf. Dichtgedrängt saßen die Zuhörer, und viele konnten keinen 
Platz mehr finden. Denn das seinerzeit im Fasching 1968 auf Emmerings 
größten Misthaufen“ getraute Paar Naziliki von der Hirschau“ und seine 
um mehr als einen Kopf. Größere Angetraute Borisiana von der Hofburg“ 
sollte nach mehr als elfjährigen Ehekrieg“ geschieden werden.<br><br>Der
 Ehemann hatte den Scheidungsantrag gestellt und brachte als Begründung 
vor, er werde von seinem Eheweib – sofern sie überhaupt einmal daheim 
sei und nicht gerade im Wirtshaus hocke – ständig geschlagen, von das 
angeschwollene blaue Auge des Klägers sichtbares Zeugnis ablegt. Auch 
bekomme er nie etwas richtiges zu Essen, und seine Frau sei nicht 
zufrieden zustellen.<br><br>Diese Anschuldigungen wurden in der vom 
Oberamtsrichter“ (Walter Czermak) eröffneten Sitzung von der Zeugin 
Martine von Staudenberg“ (Martha Czermak) überzeugend erhärtet: Der 
Kläger sei in den elf Jahren der Ehe keinen Zentimeter gewachsen, weil 
ihn die vosuffane Kache schlecht g’fuadat“ habe. Statt die Post 
auszutragen, sei die Beklagte, von Beruf Postbote, immer den ganzen 
Vormittag im Wirtshaus gesessen, und die Leute hätten sich die Zeitung 
und die Post selber holen müssen. Auf die Übergröße der Beklagten 
anspielend, meinte die Zeugin, der Kläger hätte im Bett von der 
langg’haxaten Trud“ nichts vorgefunden ois wia lauter Hax’n“.<br> 
 Der nächste Zeuge Martscholo von der Bettelumkehr“ (Martin 
Kirchlechner“ versuchte, die Angeklagte zu entlasten. Der Kläger habe 
das viele Geld, das seine Angetraute mit in de Ehe gebracht habe, samt 
und sonders voteifet“. Trotz vieler Worte – nicht einmal der richt kommt
 bei diesem Wortschwall noch zu Wort – kann die Zeugin (Kathi Karl), die
 mit der Beklagten in der Schule immer in der letzten Bank saß“ nichts 
wesentliches zu deren Entlastung aussagen, so dass die Ausführungen des 
Wildschützen Franzesko von der Auerbräu-<wbr>Bruck’n“ (Franz Brunner) 
besonders Gewicht bekommen sollte. Er bringt zur Erhärtung seiner 
Aussage auch gleich den Beweis im Wagerl“ mit: ein ausgewachsenes, 
biertrinkendes Baby (Herbert Rott) in einem viel zu kleinen Kinderwagen.
 Der Vater – so der Zeuge – sei unbekannt. Doch als die Mutter sei die 
Beklagte Borisiana“ aufgrund einer Blutprobe, vorgenommen von einem 
Tierarzt in volltrunkenen Zustand, ermittelt worden. &nbsp;<br><br>Da
 diese zu diesen Anschuldigungen nur fadenscheinige Entschuldigungen vor
 bringen kann, beantragt der Oberstaatsanwalt 50 Jahre Trennung von 
Tisch und Bett und nie wieder Verheiratung“. Der Oberamtsrichter 
verkündet schließlich das Urteil: Acht Tage lang muss die Beklagte 
vormittags vier halbe Bier trinken. Der Kläger kommt auch nicht 
ungeschoren davon: Wegen Vernachlässigung seiner Frau muss er fünf Maß 
Bier zahlen. Dann wird die Scheidung ausgesprochen und der neuen 
Bettelhochzeit am 10.2.1980 steht nichts mehr im Wege.<br></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 11 Nov 1979 15:02:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/bettelpaar_68-2_small_thumb.jpg" length="12752" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?scheidung-1979</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/00000000E</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1968 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1968"><![CDATA[1968]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000D"><div><hr><div class="imTACenter"><a href="https://www.bettelhochzeit.de/files/00Bettelhochzeit-1968-Bilder-beschrieben_klein.pdf" target="_blank" class="imCssLink inline-block"><img class="image-0" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/PDF-Icon-klein_qicjxvi5.png"  title="" alt="" width="43" height="42" /></a><span class="fs12lh1-5">(4 MB) Historischer Rückblick - Zusammengestellt von Pankraz Spötzl</span></div><hr></div><b><div><b><br></b></div>Hoch lebe das Bettelpaar: Borisiana vo da Hofburg und Naziliki vo da Hirschau</b><br><br>Die Trauung auf dem Misthaufen<br><br>Mit &nbsp;einer Hand zog die starke Braut den sich heftig stäubenden, einen Kopf &nbsp;kleineren Ehemann auf ein Gerüst, das über einen Misthaufen errichtet &nbsp;worden war. Dann quetschte sie nach heftiger Massage das Ja-<wbr>Wort &nbsp;aus ihm heraus. Dem armen Mann blieb nichts anderes übrig, denn sonst &nbsp;hätte das Misthaufengerüst wahrscheinlich zu einer Hinrichtung gedient. &nbsp;Für ihn gab es nur die Alternative: Heirate oder stirb. Der Mann &nbsp;heiratet. Aber bis es dazu kam wurde bei der Emmeringer Bettelhochzeit &nbsp;soviel gelacht wie kaum zuvor in diesem Fasching.<br><br>Schon &nbsp;ab Sonntagmittag waren in Emmering fast nur Masken zu sehen. Ein langer &nbsp;Zug mit Hochzeitsgästen formierte sich unter dem lauten Blubbern von &nbsp;Bulldogs, Geknall und Geschrei. Sogar ein Vetter aus China“ war &nbsp;gekommen, um dieses außergewöhnliche Ereignis nicht zu versäumen. In der &nbsp;Schaufel eines Schaufelbaggers schwebte ein besonders feines Pärchen. &nbsp;Zuschauer und Bettlerverwandtschaft wogten durcheinander, vor lauter &nbsp;Leuten waren die Häuser in Emmering kaum mehr zu sehen. Schalldorf &nbsp;hatten einen Wagen mit Hochzeitsgeschenken geschickt, die vor allem aus &nbsp;durchlöcherten Unterröcken bestanden.<br><br> Die Braut, Borisiana von &nbsp;der Hofburg (Liborius Trenkler), die wie ein alter Baum aussah, brachte &nbsp;allerhand in die Ehe mit. Zum Beispiel drei Kinder, die natürlich im Zug &nbsp;mitzogen und ein Plakat bei sich hatten: Mi der Pille wäre das nicht &nbsp;passiert“. Ein Wagen mit müden Hühnern und Karnickeln folgte, als der &nbsp;Zug sich unter Beifall endlich in Bewegung setzte. Selbst ein &nbsp;halbfertiges Haus, in dem das hohe Paar wohl später wohnen wird, wurde &nbsp;im Zug mitgeführt. Nur war von den Maurern nichts zu sehen. Ein Schild &nbsp;gab Auskunft: Still ruhet der Bau, die Maurer schlafen“. Die Maurer &nbsp;schliefen aber nicht, sondern kamen einen Wagen später und machten &nbsp;heftig Brotzeit. Viele andere Fahrzeuge schlossen sich an. Sogar die &nbsp;schnellste Feuerwehr, die in Emmering nach einem Brand eintraf, war mit &nbsp;dabei. Wahrscheinlich waren noch nie so viele Leute um einen Misthaufen &nbsp;versammelt als Brau Borisiana und Bräutigam Naziliki von der Hirschau &nbsp;(Ignaz Spötzl) das Podium auf dem Misthaufen erklommen. Aber zur Trauung &nbsp;kam es noch lange nicht. Hochzeitslader und Narren-<wbr>Bürgermeister“ mussten dem traurigen Paar lange zureden, bevor sie sich doch noch nicht gleich entschlossen ihr Ja-<wbr>Wort &nbsp;zu geben. Die fast zwei Meterlange Braut mit dem Holzfällergesicht &nbsp;bekam es nämlich plötzlich mit der Rührung. Dicke Tränen fielen auf das &nbsp;Publikum, als sie sich über das Geländer beugte.<br><br>Verzweifelt &nbsp;suchte der winzige Bräutigam sie zu trösten. Unaufhörlich schrie die &nbsp;nicht mehr junge Braut nach ihrer Mama. Aber die Mama konnte auch nicht &nbsp;helfen. Schließlich rückte der Bräutigam mit einer Leiter der Braut auf &nbsp;den Haut. Er legte sie an und kletterte zu seiner Braut empor. Diese &nbsp;mutige Tat brachte ihm die Sympathie der Zuschauer ein. Auch die Braut &nbsp;schien beeindruckt</div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 04 Mar 1968 14:59:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/bettelpaar_68-4_small_thumb.jpg" length="9380" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-1968</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/00000000D</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1949 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1949"><![CDATA[1949]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000B"><div><hr><div class="imTACenter"><span class="cb1"><a href="https://www.bettelhochzeit.de/files/00Bettelhochzeit-1949-Bilder-beschrieben_klein.pdf" target="_blank" class="imCssLink inline-block"><img class="image-0" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/PDF-Icon-klein_qicjxvi5.png"  title="" alt="" width="43" height="42" /></a></span><span class="fs12lh1-5"><span class="cb1">(12 MB) Historischer Rückblick - Zusammengestellt von Pankraz Spötz</span>l</span></div><hr></div><div><br></div><div>Emmeringer Bettelhochzeit 1949</div><div>1949, also nur wenige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, fand die zweite</div><div>Bettelhochzeit statt.</div><div>Erstaunlich, dass in dieser Notzeit, als zudem mehrere Gemeindebürger noch in</div><div>Kriegsgefangenschaft waren, diese Gaudihochzeit inszeniert wurde. Aber vielleicht</div><div>brauchten die Menschen gerade damals wieder einmal ein derartiges Spektakel, um den</div><div>grauen Alltag für ein paar Stunden vergessen zu können.</div><div>Damals war Josef Oeckl (vom Bauernschmied in Emmering) der Bräutigam, die Braut</div><div>verkörperte Josef Fent (vom Huber in Schalldorf), der kurzfristig für Leonhard Egger (von</div><div>Hinteraschau), der wegen eines Todesfalles absagen musste, eingesprungen war. Der</div><div>Sohn von L. Egger, Manfred, war am 26. Februar 1949 im Alter von 7 Jahren verstorben.</div><div>Die „Ehrmutter“ wurde von Magdalena Fellermeier (vom Moar in Westerberg, später verh.</div><div>Schneeberger) verkörpert, „Beiständer“ (Trauzeugen) waren Pankraz Schneeberger (von</div><div>Anger) und Pankraz Oeckl (vom Hergl in Schalldorf).</div><div>Elisabeth Gambos („Glosn Liesl“ von Westerberg, später verh. Hanslmaier von Haus) war</div><div>die „Noderin“.</div><div>Eine ganze Reihe von originell dekorierten, von Ochsen gezogenen Wagen, und lustig</div><div>maskierten Gruppen hatte in der Kiesgrube (wo heute der Sportplatz ist) Aufstellung</div><div>genommen.</div><div>In Erinnerung ist gar manchem der Wagen geblieben, auf dem eine Kropfoperation</div><div>durchgeführt wurde, in deren Verlauf die "Ärzte" in blutverschmierten Kitteln (unter ihnen</div><div>Stefan Rottmoser aus Mühlbichl) den Inhalt des "Kropfes" (es war eine Blutwurst!) mit</div><div>sichtlichem Appetit in sich hineinlöffelten.</div><div>Der vom Hochzeitslader Peter Gschwendtner aus Rettenbach (später Schönau)</div><div>angeführte Gaudizug geleitete das „armselige Brautpaar“ zum „Standesamt“ – der</div><div>Misthaufen beim Wichert-Anwesen -, wo die Gauditrauung vollzogen wurde. Liborius</div><div>Trenkler, Marxn Lipp von Hofberg, fungierte als Bürgermeister und Standesbeamter.</div><div>Anschließend ging es zurück zum Bichler, wo beim Bettelmahl traditionsgemäß saures</div><div>Lüngerl mit Semmelknödel serviert wurde.</div><div>(Pankraz Spötzl)</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 02 Mar 1949 14:54:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/bettelhozat49-3_small_thumb.jpg" length="13331" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/images/bettelhozat_49-1_small.jpg" length="11914" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/images/bettelhozat49-2_small.jpg" length="12633" type="image/jpeg" />
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/images/bettelhozat49-3_small.jpg" length="13331" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-1949</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/00000000B</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[1928 Bettelhochzeit]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://www.bettelhochzeit.de/blog/index.php?category=1928"><![CDATA[1928]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"><div class="imTACenter"><hr></div><div class="imTACenter"><span class="cb1"><a href="https://www.bettelhochzeit.de/files/00Bettelhochzeit-1929-Bilder-beschrieben_klein.pdf" target="_blank" class="imCssLink inline-block"><img class="image-0" src="https://www.bettelhochzeit.de/images/PDF-Icon-klein_qicjxvi5.png"  title="" alt="" width="43" height="42" /></a> (1,6 MB) Historischer Rückblick - Zusammengestellt von Pankraz Spötzl</span><br></div><div class="imTACenter"><hr></div><div class="imTACenter"><span class="imTALeft fs12lh1-5">Bettelhochzeiten haben in Emmering eine lange Tradition. In der Gaststube beim Wirt in </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Bruckhof hängt ein Bild, das anlässlich einer Bettelhochzeit aufgenommen wurde, die 1928 </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">oder 1929 stattgefunden hat. Leonhard Fischer (Moller Hartl, &nbsp;Schrreiner von Emmering) und </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Maria Weingärtner (Maller Mari von Hirschbichl), die damals dabei waren, nannten 1928 als </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Zeitpunkt, Josef Schäfer, der in der Gemeindegeschichte sehr versiert war, meinte, dass sie </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">1929 war. Sie soll nach dem &nbsp;sehr strengen Winter 1928/29 gewesen sein. </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Damals war Thomas Riedl von Haus die Braut, Martin Hager verkörperte den Bräutigam, sein </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Bruder Johann Hager war Hochzeitslader, und als "Ehrmutter" fungierte Lorenz Hartl von </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Hirschbichl. </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Das "Standesamt", auf dem die Gaudi-Trauung vollzogen wurde, war - wie es sich für eine </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">zünftige Bettelhochzeit gehört - ein &nbsp;Misthaufen, der zwischen Hirschbichl und Emmering </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">aufgeschichtet worden war. Leonhard Kraißer, Sanftlbauer von Sanftlreith, fuhr das Brautpaar </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">mit einem Ochsengespann. </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Beim Brunner in Bruckhof traf sich die "Hochzeitsgesellschaft" zum Mahl, dort wurde auch das </span><span class="imTALeft fs12lh1-5">Foto aufgenommen.</span><br></div><div class="imTACenter"><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5">Um 1990 konnten Leonhard Fischer, Maria Weingärtner und Therese Weinhuber, die selber an </span><span class="fs12lh1-5">der Bettelhochzeit teilgenommen hatten, noch mehrere Personen auf dem Bild benennen.</span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5"><br></span></div><div class="imTALeft"><span class="fs12lh1-5">(Text und Bildzusammenstellung von P. Spötzl)</span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 02 Mar 1928 14:46:00 GMT</pubDate>
			<enclosure url="https://www.bettelhochzeit.de/blog/files/bettelhochzeit28_thumb.jpg" length="65860" type="image/jpeg" />
			<link>https://www.bettelhochzeit.de/blog/?bettelhochzeit-1928</link>
			<guid isPermaLink="false">https://www.bettelhochzeit.de/blog/rss/000000008</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>